Versandwarnung für Australien und Neuseeland: Kapazitätskürzungen im Juli–August – Verlader werden aufgefordert, mindestens 10 Tage im Voraus zu buchen. Maersk storniert zwei Northern Star-Reisen, da die Kapazität zwischen Asien und Ozeanien aufgrund der frühen Nachfrage in der Hochsaison knapper wird. DATUM: 14. Juli 2026
Verlader mit Fracht für Australien und Neuseeland werden dringend gebeten, ihre Plätze mindestens 10 Tage im Voraus zu buchen, da die Kapazitäten auf der Handelsroute Asien–Ozeanien im Juli und August 2026 erheblich knapper werden. Große Fluggesellschaften haben Reiseannullierungen und Kapazitätsreduzierungen vorgenommen, während eine unerwartet frühe Hauptsaison dazu geführt hat, dass die Schiffsauslastung nahezu die volle Kapazität erreicht hat, was zu einer „Space-First“-Marktdynamik geführt hat, in der die Sicherung von Buchungen zur größten Herausforderung geworden ist. Reisestornierungen: Was Sie tun müssen KnowMaersk, eine der größten Fluggesellschaften auf der Asien-Ozeanien-Route, gab Ende Mai die Annullierung von zwei geplanten Reisen auf ihrem Northern Star Service (auch bekannt als Polar Star/PII Service) für Juli und August bekannt. Die Entscheidung wurde auf „saisonale Schwankungen des Frachtvolumens“ auf der Route Asien–Ozeanien zurückgeführt.
Auswirkungen auf Verlader
Die Annullierung dieser beiden Reisen bedeutet, dass die Gesamtkapazität auf der Route Asien–Australien und Neuseeland für den Zeitraum von Mitte Juli bis Ende August reduziert wurde. Während Juli–August traditionell eine langsamere Saison für Asien-Ozeanien-Exporte ist, stellt der diesjährige Markt einzigartige Herausforderungen dar:
1. Nachfrage in der frühen Hauptsaison: In allen Fahrtgebieten mit Ursprung in Asien hat sich eine frühe Hauptsaison herausgebildet, und die Schiffe sind auf den Routen nach Ozeanien voll ausgelastet. Die Containernachfrage aus Asien stieg nach den Feiertagen im Mai stark an, während die verfügbare Kapazität weiterhin begrenzt blieb. Besonders deutlich zeigt sich die Platzknappheit in China und Südostasien, wo die meisten Schiffe bereits bis Ende Juni ausgebucht sind.
2. „Raum, nicht Tarif“ wird zum Kernthema. Im Gegensatz zu früheren Zyklen, in denen Frachtraten das Marktnarrativ dominierten, wird die aktuelle Dynamik durch Kapazitätsengpässe bestimmt. Der Markt hat sich vom „reibungslosen Versand“ zum „Rennen um Platz“ verlagert, wobei die Buchungsfenster erheblich schrumpften. Speditionen berichten, dass „sobald Platz frei wird, dieser sofort voll ist“.
3. Steigende Tarife und Zuschläge Die Frachttarife auf der Route China–Australien sind seit Mitte März kumuliert um etwa 68 % gestiegen. Die Kassapreise von Shanghai nach Sydney haben 2.634 US-Dollar pro FEU erreicht, mit einem monatlichen Anstieg von 15–25 % allein im Juni. Die Fluggesellschaften führen außerdem Zuschläge in der Hauptsaison ein:
ANL (CMA CGM): Tarifwiederherstellung von 300 US-Dollar pro 20 Fuß trocken** und **600 US-Dollar pro 40 Fuß trocken für Nordostasien nach Neuseeland, wirksam ab 22. Juli 2026
ANL: Hochsaisonzuschlag von 300 US-Dollar/TEU für Südost- und Südasien nach Australien, gültig ab Juli 2026
MSC: Hochsaisonzuschlag von 500 US-Dollar/TEU für Südost- und Südasien nach Australien, gültig ab 1. Juli 2026
OOCL: Hochsaisonzuschlag von 500 US-Dollar/TEU für Nordostasien nach Australien, gültig ab 2. Juli 2026
Spediteure werden für Fernost-Australien-Transporte derzeit mit etwa 2.000 US-Dollar pro TEU veranschlagt, was die Schwere des Kapazitätsmangels verdeutlicht.
4. Ausnahmen und alternative Vereinbarungen Eine Ausnahme bildet die Fracht nach Brisbane: Maersk hat während des gesamten Aussetzungszeitraums eine vorübergehende wöchentliche Kapazität von Shanghai und Hongkong nach Brisbane eingerichtet, um die Kontinuität des Dienstes für diesen Hafen sicherzustellen.
5. Auswirkungen auf neuseeländische Kühl- und Frachtschiffe Die abgesagte Reise der 631N in Richtung Norden wird sich insbesondere auf Neuseelands gekühlte und gefrorene Exporte – einschließlich Milchprodukte, Fleisch und Obst – auswirken, die für asiatische Märkte bestimmt sind. Verlader von Kühlfracht sollten umgehend alternative Schiffsfahrpläne und die Verfügbarkeit von Kühlgeräten bei ihren Spediteuren bestätigen.
Auch die Luftfrachtkapazität steht unter Druck
Der Kapazitätsengpass geht über die Seefracht hinaus. Mehrere Fluggesellschaften haben den Passagierverkehr in Australien und Neuseeland reduziert oder eingestellt, was sich direkt auf die Frachtkapazität im Beiladeraum auswirkt. China Eastern Airlines hat die Kapazität zwischen Australien und Neuseeland reduziert und drei bis vier A330-200-Flugzeuge pro Woche für den Einsatz auf europäischen Strecken freigegeben
China Southern Airlines hat ihren Flug Shenzhen–Sydney eingestellt. Hong Kong Airlines reduzierte die Kapazität in Sydney und Melbourne im Mai und Juni um etwa 18 %
Aufgrund der hohen Kerosinkosten hat Air New Zealand für Juli Flugplanänderungen vorgenommen, auch auf australischen Flügen
Die Strecke Hangzhou–Sydney–Auckland hat ihre zweimal wöchentlichen Flüge vom 10. Mai bis 24. Oktober 2026 eingestellt. Da die direkten Passagierflüge reduziert wurden, ist die Beiladekapazität direkt zurückgegangen, während die Ressourcen für reine Frachtflugzeuge – die in Städten der zweiten Reihe bereits knapp sind – die Lücke nicht schnell schließen können.Buchungsempfehlungen
Angesichts der Kapazitätsreduzierungen und der frühen Nachfrage in der Hochsaison wird den Verladern dringend empfohlen, sofort die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:
✅ Buchen Sie mindestens 10 Tage im Voraus. Der Platz im Asien-Ozeanien-Handel wird immer knapper. Branchenquellen empfehlen, mindestens 10 Tage vor dem geplanten Abfahrtsdatum zu buchen. Für Verlader, die von Mitte Juli bis Ende August Fracht transportieren möchten, ist sofortiges Handeln von entscheidender Bedeutung.
✅ Sichern Sie sich langfristige Vertragsflächen. Für Unternehmen mit regelmäßigen Versandplänen ist der Abschluss langfristiger Raumverträge mit Spediteuren der zuverlässigste Weg, um Kapazität und Preisstabilität zu gewährleisten.
✅ Priorisieren Sie „Flächenschutz“ vor Tarifverhandlungen. Im aktuellen Markt besteht die zentrale Herausforderung in der Sicherung von Flächen und nicht in der Verhandlung von Tarifen. Verlader sollten vor allem „Platzschutz und pünktliche Lieferung“ in den Vordergrund stellen.
✅ Ziehen Sie alternative Häfen in Betracht. Wenn der Platz in großen Häfen wie Shanghai oder Ningbo knapp ist, sollten Sie eine Route über Brisbane, Adelaide oder andere Häfen in Betracht ziehen, in denen die Servicekontinuität stabiler ist.
✅ Bestätigen Sie die Kühlkapazität für neuseeländische Exporte. Verlader von Kühlfracht aus Neuseeland sollten umgehend alternative Schiffsfahrpläne und die Verfügbarkeit von Kühlkettenausrüstung bei ihren Spediteuren bestätigen.
✅ Bauen Sie Pufferzeit in die Lieferketten ein. Da die Buchungsfenster immer kleiner werden und das Risiko von Verlängerungen zunimmt, sollten Lieferkettenplaner ihre Lieferpläne mit erheblicher Pufferzeit ausstatten. Ausblick Während die aktuellen Kapazitätsreduzierungen teilweise auf saisonale Anpassungen zurückzuführen sind, deutet die Kombination aus früher Nachfrage in der Hochsaison, Kapazitätskürzungen der Spediteure und allgemeineren geopolitischen Unsicherheiten darauf hin, dass der Platz auf der Handelsroute Asien–Ozeanien mindestens bis Ende August knapp bleiben wird.
Es wird erwartet, dass die Fluggesellschaften ihre Kapazität weiterhin dynamisch an die Marktbedingungen anpassen. Versendern wird empfohlen, eine enge Kommunikation mit ihren Spediteuren und Frachtführern aufrechtzuerhalten, die Aktualisierungen der Fahrpläne regelmäßig zu überwachen und Flexibilität in ihre Verträge einzubauen, um potenziellen Reiseänderungen Rechnung zu tragen. Über diese EmpfehlungDiese Empfehlung soll Verladern, Spediteuren und Logistikfachleuten dabei helfen, die Kapazitätsherausforderungen auf der Fahrtroute Australien und Neuseeland im Zeitraum Juli–August 2026 zu meistern. Die hierin enthaltenen Informationen basieren auf öffentlich verfügbaren Daten mit Stand vom 14. Juli 2026 und können sich je nach Situation ändern entwickelt sich.Medienkontakt:
Chloe
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